Tributebands: Imitation als Erfolgsfaktor, K Menzel

Tags: Coverbands, ABBA, Gitarre, Dennis Neil, KISS-Coverband, Popkulturforscher Robert J. Thompson Tributebands, Tarlach, Filme Dokumentarfilme, Eine empirische Untersuchung im Gie, ausverkaufte Konzerte, Colin Wilson, Tributebands, Mark Knopfler, Neil Youngs Techniker, Pink Floyd, ABBA-Programm, Karl Menzel, Thomas G., Collins-Tributeband, Beatles Revival Band, Tribute bands, Tributeband, Die Toten Hosen, Beatles-Tributeband Beatlejuice, tribute band, Thomas Phleps, KARL MENZEL Simons, Fidelio Entertainment Berlin, Wall Street Journal, Musik im kulturwissenschaftlichen Diskurs, Journal Sentinel, Der musikalische Arbeitsprozess von Amateurbands, Phil Collins
Content: TRIBUTEBANDS: IMITATION ALS ERFOLGSFAKTOR Karl Menzel »Wir bemьhen uns wirklich sehr sorgfдltig, die Lieder haargenau nachzuspielen. Wir wollen die Stьcke nicht interpretieren und [nicht] unsere eigene Version daraus machen« (Colin Wilson, zit. n. Wьrfl 2004: 8). Dieses Zitat des Bassisten der Australian Pink Floyd Show bringt das Motto der meisten Tributebands auf den Punkt: Angestrebt wird die mцglichst exakte Kopie erfolgreicher Rock- oder Popacts. Anders als Coverbands bringen Tributebands nur die Musik eines einzigen Interpreten beziehungsweise einer einzigen Band auf die Bьhne.1 Schon mit der Namensgebung wird der Bezug zum Original demonstriert, ist diese doch meist an einen Song- oder CD-Titel angelehnt oder basiert auf einer mehr oder weniger fantasievollen Umschreibung des Namens der imitierten Kьnstler: Black McSabbath, Grцne & Meyer, Wobbie Rilliams, Still Collins, Bon Chauvi, Alanis Moreorless usw. Zum »haargenauen« Nachspielen der musikalischen Texturen kommt die Reproduktion ganzer Live-Kontexte, von der Imitation des entsprechenden Outfits bis hin zur Bьhnenprдsentation und der dazugehцrenden Rituale. So bieten Kissed Details diverser KISS-Shows: »Optisch kaum vom Original Kiss zu unterscheiden, legen die vier ProfiVollblutmusiker [...] auf der Bьhne richtig los. Mit unglaublichem Feuerwerk, brennendem Schriftzug und vielen weiteren Special-Effects wie Ace's brennender & rauchender Gitarre, Gene, der Feuer und Blut spuckt, lassen sie ihren Auftritt zum unvergesslichen Erlebnis fьr das Publikum werden! Nicht nur die perfekt inszenierte Bьhnenshow, sondern auch die vielen kleinen Details wie die originalen Musikinstrumente sind Garant fьr ein begeistertes 1 Anders als im angloamerikanischen Sprachraum wird in der deutschsprachigen Szene eine Trennung zwischen den Bezeichnungen »Coverband« und »Tributeband« nicht konsequent durchgehalten. Eine KISS-Tributeband kann genauso auch als KISS-Coverband bezeichnet werden. Der Systematik halber wird hier das angloamerikanische Modell ьbernommen und unterschieden zwischen Coverbands, die Stьcke verschiedener Interpreten nachspielen, und Tributebands, die eine einzige Gruppe oder einen einzigen Interpreten nachahmen. 61
KARL MENZEL Publikum« (www.kissfanshop.de/TributeBands/Kissed.htm; Zugriff: 5.10. 2005). Bei der U2-Show der Hamburger Tributeband Zoo TV treten auch diverse »Gaststars« in Erscheinung: »Die weiЯe Fahne (Sunday Bloody Sunday), der Zoo-Dollar-Regen (Desire), der legendдre Spot des Rattle & Hum-Covers (Bullet The Blue Sky), Gastmusiker wie >Lou Reed< (Satellite of Love), >Pavarotti< (Miss Sarajevo) oder Blдserunterstьtzung bei Angel of Harlem sowie diverse Kostьmwechsel sorgten schon bei unzдhligen Konzertbesuchern fьr echtes >U2-FeelingTRIBUTEBANDS: IMITATION ALS ERFOLGSFAKTOR of Hell, eine Blues Brothers-Show usw. Aber auch australische Bands wie Midnight Oil oder AC/DC wurden kopiert (Morrow 2005). Ьber die Landesgrenzen hinaus erfolgreich sind die australischen ABBA-Imitatoren Bjцrn Again und die Australian Pink Floyd Show, die 2004 auch durch Deutschland tourte. Mittlerweile ist das Tributekonzept ein internationales Phдnomen mit noch immer wachsendem Erfolg. Tributebands finden sich auch in Lдndern wie Russland oder Japan (dort meist unter dem Begriff »Copy Bands«). Eine japanische Website verweist allein auf dreizehn Beatles-Copy Bands.2 Auf dem 2000er Edinburgh Festival spielte eine viel umjubelte Band namens The Japanese Beatles, die bei einigen Songs dann sogar von einem »Japanese Eric Clapton« begleitet wurde. Die Session der »Fab Four« mit »Eric Clapton« zeigt aber auch die Grenzen im Authentizitдtsstreben der meisten Tributebands: Viele Shows gleichen eher Greatest-Hits-Zusammenstellungen, als dass historische Konzertablдufe inszeniert werden. Beatles- oder ABBA-Tributebands bringen Songs auf die Bьhne, die von den Originalbands nie live gespielt wurden, da sie zu einer Zeit aufgenommen wurden, als diese nur noch im Studio arbeiteten. Manch eine Doors-Tributeband ьberschreitet die meist nur gut eine Stunde dauernde Spielzeit der Konzerte des Originals um mehr als das Doppelte (Geary 2005: 484). KISS-Tributebands wie KISSIN' TIME bringen in Maskierung und Kostьmierung Songs auch aus jenen Zeiten auf die Bьhne, in denen KISS selbst Make-up und Verkleidung abgeschworen hatten (Interview mit Matthias Kreis und Thorsten Schьtz vom 29.12.2005). BloЯes Nischenphдnomen im Tributegeschдft sind Bands, die sich vom reinen Kopieren lцsen und stilistische Experimente oder eine ironische Annдherung an die Originale versuchen. So spielt Beatallica Stьcke der Beatles im Metalsound von Metallica. Ein Projekt um das in Estland beheimatete Ensemble Rondellus versucht mit mittelalterlichen Instrumenten ein »early music tribute« an Black Sabbath und ьbertrдgt hierfьr sogar deren Songtexte ins Lateinische (Tarlach 2002). Dread Zeppelin spielen Led ZeppelinSongs als Reggae-Version. Einen anderen stilistischen Transfer versuchen Hayseed Dixie mit der CD A Hillbilly Tribute To AC/DC3, die sich mehr als 100.000fach verkaufte (Tarlach 2002). Ein in Los Angeles beheimateter »Mexican Elvis« mit Namen El Vez, laut Chris Kanaracus (2000) »a youngish guy with a coveted pompadour«, bringt Elvis-Songs mit spanischem und latein- 2 www.threeweb.ad.jp/~masappi/copyband.htm (Zugriff: 12.12.2005). Im Angebot der Seite sind auch Tributebands zu Toto, Emerson, Lake & Palmer, Ronnie James Dio, Genesis, Queen sowie diverse Oldiebands. 3 Hayseed Dixie (2001). A Hillbilly Tribute To AC/DC. Western Beat/Dual Tone, 803020-1104-2. 63
KARL MENZEL amerikanischem Einschlag: »>In the Ghetto< becomes >En El Barrio<, and flamenco dancers flank the would-be icon« (ebd.). Einen Eindruck vom AusmaЯ des Tributephдnomens geben einschlдgige Websites. Auf Portalen wie www.coverthestars.de oder www.tributecity. com werden hunderte von Bands vorgestellt, Konzerttermine aufgelistet und Tipps zur Bandgrьndung gegeben; Besucher von Tributeshows erhalten Raum, sich auszutauschen und eigene Konzertkritiken zu verцffentlichen. Andere Seiten listen Tributebands auf, die allesamt demselben Originalact gewidmet sind. So finden sich z.B. unter www.kissfanshop.de/Tribute Bands/TributeBands.htm allein vierzig Fotos und Verweise auf KISS-Tributebands, www.crabsodyinblue.com/acdccoverbands.htm hat Links zu 109 AC/DC-Imitatoren zu bieten (Zugriff: 27.12.2005). Einige Booking-Agenturen und Veranstalter machen ihr Geschдft vorrangig oder ausschlieЯlich mit Tributebands. Im Limelight Club (www.crewe-limelight.co.uk) im mittelenglischen Crewe, der nahezu tдglich Livemusik im Angebot hat, werden Formationen wie Wishbone Ash schon explizit als »Originalbands« angekьndigt, damit sie nicht mit einem der vielen Duplikate im Programm verwechselt werden. In den Niederlanden wird alljдhrlich die beste Tributeband gewдhlt und mit dem eigens ins Leben gerufenen Dutch Undercover-Award ausgezeichnet. Kultstatus haben auch die regelmдЯig im renommierten Rotterdamer Musikclub Ahoy stattfindenden Tribute Band Nights. Die Veranstalter werben damit, »the best bands of the world in one show« zu bieten, und fьhren ihre Besucher in eine imaginдre Musikwelt, die selbst zum Kunstobjekt geworden ist (www.tributebandnight.nl). Tributebands in Deutschland Der erste deutsche Tributeact mit ьberregionaler Bedeutung war sicherlich die Beatles Revival Band aus Frankfurt. Sie wurde 1976 gegrьndet und hat die Lebenszeit der Original-Beatles nunmehr schon um ein Vielfaches ьberschritten: 2006 feiert sie ihr dreiЯigjдhriges Bestehen und hat bisher mehr als 4000 Konzerte gegeben. Hauptprogramm ist eine Magical History Tour, laut Band »Eine Zeitreise durch die >Sixties< -- Von den Anfдngen im Hamburger Top Ten bis zum letzten Konzert der Fab Four auf den Dach der Emi Studios in London. Alles im original Outfit der jeweiligen Дra. Die ultimative BeatlesShow« (www.beatlesrevivalband.info/brb2/html/shows.html; Zugriff: 7.10. 2004). 64
TRIBUTEBANDS: IMITATION ALS ERFOLGSFAKTOR Neben dieser History Tour wird noch ein Beatles meets Classic betiteltes Programm gegeben, welches »Unterhaltung, Kultur und Ьberraschung zugleich« darstellen soll -- dabei handelt es sich, laut Band, um eine »beeindruckende Kombination legendдrer Beatles-Songs mit der klassischen Musikbegleitung eines Sinfonie-Orchesters« (ebd.). Wohl als Reminiszenz an neuere Entwicklungen ist mittlerweile auch eine Beatles-Unplugged-Show im Angebot. Die folgende Auflistung zeigt die >Top Ten< der von deutschen Tributebands imitierten Bands/Interpreten:4
AC/DC
51
Elvis
11
The Beatles
10
Pink Floyd
8
Robbie Williams
8
ABBA
7
Rolling Stones
7
U2
6
Bon Jovi
5
KISS
4
Auch von deutschsprachigen Kьnstlern gibt es Tributebands: von den Toten Hosen (5 kleine Jдgermeister; Die Toten Hosen Coverband) ьber Udo Lindenberg (Johnny Controlletti und das Katastrophenorchester), Marius MьllerWesternhagen (Pfefferminz, Halle-Luja, Westernhagen-Revivalshow) und Rammstein (Stammheim, Feuerengel) bis hin zu Udo Jьrgens (Andrй Wolff, SahneMixx). Ein Projekt um den Kasseler Stimmenimitator Fred Niebert bringt eine komplette »Deutschrock-Legenden«-Tributeshow auf die Bьhne und hat dabei Lindenberg, Westernhagen, Grцnemeyer, Peter Maffay und Nena im Programm (www.deutschrock-coverbands.de).
Tributebands und >Originale< Die Imitation von Musik, Show, Outfit, Gestik und Mimik bringt urheber- und persцnlichkeitsrechtliche Konflikte mit sich. Die juristische Lage ist nicht abschlieЯend geklдrt: »While publicity rights are usually applied to cases involving advertising, a strong case exists to apply these same rights to 4 Grundlage war deren Internetprдsenz (Zugriff: 20.10.2005). Tributebands ohne eigene Homepage wurden deshalb nicht erfasst. 65
KARL MENZEL disputes regarding the commercial profits made by tribute bands« (Geary 2005: 482). Die Reaktionen von Original-Kьnstlern bzw. deren Rechteinhabern sind unterschiedlich. So wurde der Beatles Revival Band in ihren Anfangstagen mit einer Unterlassungsklage seitens des Beatles-Verlags gedroht. Drummer Ringo Star versuchte es mit finanziellem Anreiz und bot dem Vernehmen nach 500.000 DM, wenn die Band ihre Aktivitдten einstelle. Krissi Geary (2005: 489ff.) listet Verfahren vor US-amerikanischen Gerichten auf, in denen gegen Tributebands oder vergleichbare Imitationsshows geklagt wurde. Aktuelles Beispiel fьr juristische Drohgebдrden ist die von Sony gefьhrte Unterlassungsklage gegen Beatallica (Roth 2005; Dambeck 2005). Eine gegensдtzliche Verhaltensweise legte Pink-Floyd-Gitarrist David Gilmore an den Tag. Er war von der Australian Pink Floyd Show derart angetan, dass er mehrmals deren Konzerte besuchte und die Band exklusiv zu seinem 50. Geburtstag in den Londoner Earl's Court einlud -- wo sie im Anschluss an ihre Show noch mit Mitgliedern des Original-Floyd-Lineups und anderen prominenten Musikern jammen konnte. Besonders aufgeschlossen fьr seine Imitatoren zeigt sich auch Phil Collins. Auf seiner Homepage weist er direkt auf die Tourdaten von Tributebands hin, darunter auch die einiger deutscher Gruppen. Vor seinem Konzert am 23. Juni 2004 in der Stuttgarter Schleyerhalle empfing er die Bruchsaler Collins-Tributeband Phil zum Plausch unter Musikern. Dem Phil-Sдnger Jьrgen Mayer wurde die Ehre zuteil, wдhrend des Konzerts -- und auf GroЯleinwand ьbertragen -- eine Refrainzeile des Songs »Sussudio« zusammen mit Collins zu singen.5 Im Allgemeinen scheint die Ansicht vorzuherrschen, dass Tributeacts fьr die kopierten Originale von finanziellem Nutzen sind, oder wie Geoff Boucher (2001) formuliert: »[A] Bruce Springsteen tribute act is [...] making money for the Boss.« Veranstalter von Tributekonzerten zahlen Urhebergebьhren, die den Original-Kьnstlern zugute kommen. Auch verspricht man sich einen Gewinn durch die mцglicherweise angekurbelte Nachfrage nach originalen Tontrдgern oder DVDs (Wells 1993). Werner Leonard (Interview vom 7.11.2005), Initiator von ABBA Gold und ABBA MANIA, sieht seine Shows somit auch als Werbetrдger fьr ABBA selbst, da es hierdurch »immer neue Fans fьr die ABBA-Musik gibt«. Einige Bands gehen soweit, »offizielle« Tributebands zu benennen. Die KISS-Tributeband Hotter Than Hell wurde gar von KISS-Frontman Paul Stanley selbst initiiert, der seinen frьheren Gitarrentechniker Tony Sabetta mit einbezog und die Band auch als Opener fьr 5 Der Link zu Collins' Homepage lautet: www.philcollins.co.uk/Tribute.htm. Collins begrьЯte seinen Imitator ironisch mit »Are you me?«, gab allerdings zu, noch nie eine Collins-Tributeband live gesehen zu haben (www.phil-online.de; Zugriff: 12.12.2005). 66
TRIBUTEBANDS: IMITATION ALS ERFOLGSFAKTOR eigene Konzerte engagierte (Kanaracus 2000). Unter KISS-Tributemusikern hдlt sich das Gerьcht, dass der Entschluss von KISS, 1996 nach einer lдngeren Make-up-freien Zeit wieder in Originalbesetzung und mit Schminke und Kostьmen aufzutreten, auch auf den andauernden Publikumserfolg der Tributebands zurьckzufьhren ist (Interview mit Thorsten Schьtz vom 29.12. 2005). Ьber einen offiziell abgesegneten Status verfьgen auch die MetallicaImitatoren Battery und die Aerosmith-Tributeband Draw The Line, die bei Auftritten Merchandising-Artikel der Originalbands verkaufen und Originallogos und -slogans benutzen dьrfen (Kanaracus 2000; Geary 2005: 486f.). Die Tributeband The Musical Box lieЯ sich ihre Darbietung von »Genesis on Tour 1972-75« durch die Original-Genesis ebenfalls fцrmlich absegnen (Pendzich 2005). Gelegentlich kommt es zum >Crossover< zwischen der Tribute- und der Originalband-Szene. So ist der ehemalige Boston-Leadsinger Brad Delp mittlerweile Mitglied der relativ erfolgreichen amerikanischen Beatles-Tributeband Beatlejuice. Und der zeitweilige Whitesnake-Gitarrist Amos Sanfilippo spielt in einer Van-Halen-Tributeband namens Diver Down (Kanaracus 2001). Andersherum gibt es mit dem Fall des Sдngers Tim »Ripper« Owens zumindest ein Beispiel dafьr, dass eine Original-Band, hier Judas Priest, einen Nachfolger fьr den ausgestiegenen Vokalisten aus einer sich ihr widmenden Tributeband rekrutierte. Dem Regisseur Stephen Herek erschien der wundersame Aufstieg Owens' spektakulдr genug, um ihn zum Thema eines Spielfilms (Rock Star, 2001) zu machen. Rollentausch Fьr die Dauer des Auftritts schlьpfen Tributemusiker in die Rolle der gecoverten Interpreten. Eigenstдndige kьnstlerische Kreativitдt ist dabei im Normalfall nicht gefragt, wohl aber das minutiцse Imitieren musikalischer Texturen. Um der Authentizitдt Willen werden vielfach Live-Versionen herangezogen (vgl. Groebbels 2004). Die Aneignung der Originalparts geschieht entweder durch Heraushцren der Vokal- und Instrumentalstimmen von Tontrдgern oder Videomitschnitten. Leonard (Interview vom 7.11.2005) beschreibt, wie z.B. Filtertechniken genutzt werden, um Details der Gesangsparts von ABBA-Aufnahmen zu extrahieren. Oder man greift auf Transkriptionen zurьck, die fьr eine Vielzahl bekannter Stьcke erhдltlich sind. Eine weitere Mцglichkeit, an brauchbare Spielvorlagen zu kommen, bieten die fьr Sequenzer-Anwendungen konzipierten Standard-MIDI-Files, die meist komplette Band-Arrangements enthalten (Menzel 2005: 121ff.). 67
KARL MENZEL Akribische Arbeit erfordert auch die technische Umsetzung: Der NeilYoung-Imitator Dennis Neil beschreibt, wie er mehrere Tausend Dollar dafьr ausgab, eine originale Gretsch White Falcon-Gitarre und eine schwarze Les Paul mit Bigsby-Tremolo und verchromter Hardware zu bekommen, also die Gitarren, die von Young in den 1970er Jahren gespielt wurden. Bei der Zusammenstellung des Instrumentariums kontaktierte er Neil Youngs Techniker ьber das Internet und lieЯ sich mit Tipps ьber dessen Equipment und die genauen Modifikationen der Verstдrkeranlage versorgen (Simons 2001). Fьr ABBA Gold wurde die sternfцrmige Gitarre, eines der Markenzeichen von Bjцrn Ulvaeus, »richtig mit CAD-System vermessen« und nachgebaut (Interview mit Leonard vom 7.11.2005). Matthias Kreis und Thorsten Schьtz von KISSIN' TIME beschreiben, wie sie besonders in der Anfangszeit immer wieder damit beschдftigt waren, ihren Gitarren den originalen KISS-Look zu geben: »Da gab es kaum einen Monat, wo mal nicht eine Gitarre auf dem Seziertisch lag. Und auch heute noch: Wenn der Paul Stanley mal wieder 'ne neue Gitarre hat oder der Gene wieder einen anderen Bass, dann mьssen auch wir wieder ran« (Interview mit Kreis und Schьtz vom 29.12.2005). Eine Alternative zu Eigenbau oder Modifikation bieten so genannte »ArtistSignature-Instrumente«, mit denen fьhrende Hersteller Nachbauten der von Stars gespielten Instrumente liefern. Diese sind mitunter im »Relic-Look« auf alt getrimmt und versprechen, neben der Optik, auch spezifische Soundcharakteristika und Spielbedingungen zu ermцglichen.6 Auf der Soundebene bietet digitale Sampling- oder Verstдrkertechnologie zudem die Mцglichkeit, bekannte Sounds originalgetreu zu emulieren und die hierzu erforderlichen Soundeinstellungen als »Presets« ьber das Internet zu beziehen.7 Line6, ein 6 Fender liefert z.B. seine Stratocaster u.a. in den Versionen von Eric Clapton, Jeff Beck, Yngwie Malmsteen, Buddy Guy, Mark Knopfler, Robert Cray und Stevie Ray Vaughan aus (CDs der Stars werden beim Kauf mitunter mitgeliefert). 7 Soundpresets sind digital gespeicherte Algorithmen, die z.B. berechnen, wie sich das Klangverhalten eines Synthesizers oder Samplers unter bestimmten Umstдnden verhalten wьrde und die dies mittels Digital/Analogwandlung hцrbar machen. Die meisten Hersteller bieten Internetseiten, auf denen sich die erforderlichen Sounds herunterladen lassen. Beim »Amp-Modelling« wird der Klang bestimmter Gitarrenverstдrker und Lautsprecherboxen digital berechnet. Eines der ersten Gerдte, mit dem dieses Verfahren im grцЯeren Stil vermarkt wurde, war der fьr das Recording mit dem PC konzipierte, von Line6 entwickelte Pod. Der Pod bietet eine Auswahl aus 24 Verstдrkermodellen, die mit verschieden Lautsprechertypen, Effekten und Einstellungen zur Raumsimulation kombiniert werden kцnnen. Mittlerweile ist dieses System aber auch in bьhnentaugliche Verstдrker eingebunden. Somit ist es mцglich, so vollkommen unterschiedliche Sounds wie die von Carlos Santana, Mark Knopfler, Jimi Hendrix oder Joe Satri- 68
TRIBUTEBANDS: IMITATION ALS ERFOLGSFAKTOR Marktfьhrer der »Amp Modelling«-Technologie, tritt bezeichnenderweise auch als einer der Hauptwerbepartner des Tributeband-Portals Tribute City auf. Aufwдndiger als der musikalische Teil erweist sich oftmals die Zusammenstellung des vorgegebenen Outfits. Hierzu noch einmal der Neil YoungImitator Dennis Neil: »You've got to get the artist's look and sound together. For us that meant to get to a head-to-toe Neil look going. [...] So I hit up many of the local costume and wig shops and Salvation Army stores and found everything I needed to do the trick. Since I look nothing like Neil, it takes quite a makeover to get ready for our performances« (Dennis Neil, zit. n. Simons 2001). Geary (2005: 483) berichtet von einer Beatles-Tributeband, die den Schneider der Beatles kontaktierte, und von ZZ-Top-Doubles, deren Mitglieder jahrelang auf das Rasieren verzichteten, um sich auch in punkto Bartwuchs den Originalen anzugleichen. Der Drummer Rolo Sandoval, der ьber zwei Jahrzehnte in gut einem Dutzend Beatles-Tributebands mitwirkte, lieЯ sich eine spezielle Kunststoffnase fьr 300 Dollar anfertigen, um dem von ihm verkцrperten Ringo Starr дhnlicher zu sein (Boucher 2001). Schьtz beschreibt die Mьhen bei der Verwandlung in Paul Stanley von KISS: »Das ist immer eine ziemlich groЯe Aktion. Wir hatten allein schon Probleme, ьberhaupt die Schuhe zu kriegen. Ich bin auf Flohmдrkte gefahren, Ebay, alles abgegrast. Selbst wenn du echte Plateau-Platformboots ьberhaupt kriegst, dann sind sie immer noch nicht hoch genug, wie sie fьr KISS sein mьssen. Dann gibst du sie zum Schuster, lдsst sie hoch machen, sie mьssen ja auch stabil sein. Du darfst ja nicht auf der Bьhne rumstolzieren, Spagatsprьnge machen und dann bricht dir der Absatz ab. Da kommen Federstahlbleche rein. Einen Teil der Kostьme lassen wir nдhen, aber z.B. die Ritterrьstung vom Andy, die habe ich halt selbst gemacht. Und dann wird Leder gekauft, Leder ist ja auch nicht gerade billig. Und die Ritterrьstung, die ist auch nicht aus Metall, die ist aus Plexiglas. [...] Wir haben uns die echte KISS-Schminke aus den Staaten mitbringen lassen, mit der wir dann dummerweise ьberhaupt nicht klargekommen sind. Dann haben wir Schminke ьber die Theaterdrogerie bezogen. Es hat Jahre gedauert, wo ich das Versuchskaninchen war. Mir ist manchmal wдhrend der Show ab dem zweiten Lied die Schminke weggelaufen. Jetzt habe ich wieder Kontakt zur Maskenbildnerin vom Thea- ani mit nur einem Verstдrker zu erzielen. Noch einfacher wird dies, wenn man die ebenfalls von Line6 entwickelte Gitarre Variax benutzt, die das Klangverhalten gдngiger Gitarrenmodelle mittels integriertem Mikrochip nachahmt. Eine von Line6 bereitgestellte Website zum »ToneTransfer« (www.customtone. com) bietet exakte Soundeinstellungen, darunter z.B. von Mark Knopflers Solo in »Sultans of Swing« oder Jimi Hendrix' Solo in »Hey Joe«. 69
KARL MENZEL ter aufgenommen, weil Paul Stanley Haare auf der Brust hat und ich nicht. Das war das letzte Tьpfelchen auf dem i, wo ich gedacht hab', das mьsste ich jetzt auch haben« (Interview mit Kreis und Schьtz vom 29.12.2005). Ungefдhr zweieinhalb Stunden benцtigt Schьtz fьr die Verwandlungsprozedur. Vorher muss noch die Bьhnenanlage aufgebaut und die Pyrotechnik installiert werden. Only in it for the Money? Die цkonomische Seite »And after years of playing for pennies in original acts, local musicians are finding a ready-made fan base that's willing to pay money to hear them pay tribute to Rush, KISS and even the BoDeans« (Tarlach 2002). Auf die Frage »What do you think of the state of the current rock music scene? Is it easy to get gigs?« antwortet der schottische Eddy van HalenImitator Paul Logue geradeheraus: »Tribute -- YES, Original -- NO!« (zit. n. Ritchie 2003). Der Wechsel ins Tributegeschдft kann sich auszahlen. So entstand die amerikanische Jimi-Hendrix-Tributeband Wild Blue Angels aus einer Bluesformation. Mitauslцser fьr den Wandel war die Frustration ьber eine schlechte Platzierung bei einem Open-Air-Festival und der Erfolg nach dem spontanen Entschluss, das ursprьnglich geplante Programm durch eine Hendrix-Show zu ersetzen. Seitdem absolviert die Band bis zu fьnfzehn Auftritte pro Monat (Kanaracus 2000). In einem aktuellen Bericht ьber den Einfluss des Tributeband-Phдnomens auf die australische Live-Szene zeigt Guy Morrow (2005), dass sich das Prinzip Imitation sowohl im Hinblick auf die Auftrittsmцglichkeiten als auch in Bezug auf die Hцhe der Gagen auszahlt: Findet eines der ohnehin eher seltenen Konzerte statt, bei dem Eigenkompositionen prдsentiert werden, so sind pro Abend meist drei verschiedene Bands zu hцren. Festgagen werden nicht gezahlt, es bleiben allein die Eintrittsgelder. Da diese Konzerte meist in kleineren Auftrittsorten stattfinden, ist die Gage entsprechend gering. Morrow rechnet fьr die Szene in Australien vor, dass selbst im Idealfall bei einer Zuschauerkapazitдt von 120 Personen und einem Eintritt von acht australischen Dollar pro Band nur 320 $ ьbrig bleiben. Hiervon mьssen noch sдmtliche Kosten abgezogen werden. Morrow geht aber im Allgemeinen von wesentlich geringeren Einnahmen aus, da die Konzerte selten ausverkauft sind und darьber hinaus viele Besucher aus dem Umfeld der Bands keinen Eintritt bezahlen. »Paying to play« gehцrt deshalb, laut Morrow, fьr viele dieser Formationen zum Alltag. 70
TRIBUTEBANDS: IMITATION ALS ERFOLGSFAKTOR Tribute- und Coverbands hingegen werden in Australien deutlich hдufiger gebucht und spielen nahezu ausschlieЯlich gegen Festgage, die sich je nach Auftrittsort auf bis zu 2000 $ (immerhin gut 1200 ) belaufen kann. Viele australische Musiker spielen deshalb in Tribute- oder Coverbands, um Projekte mit eigenem Repertoire ьberhaupt finanzieren zu kцnnen. In Ausnahmefдllen ermцglicht das Tributekonzept auch hцhere Einkьnfte. Die Australier Bjцrn Again absolvierten allein von 1989 bis 1993 ьber 800 meist ausverkaufte Konzerte mit ihrem ABBA-Programm. Hцhepunkt war ein fьnftдgiges Engagement im Melbourner Town & Country Club, das der Band eine Gage von 200.000 australischen Dollar einbrachte (Wells 1993). Auch die von dem Berliner Werner Leonard initiierten, international besetzten ABBA MANIA gehen weltweit auf Tournee. Sie schafften es, laut Leonard (Interview vom 7.11.2005), die KцlnArena an zwei aufeinander folgenden Abenden zu fьllen (20.000 Zuschauer) und spielten von der ebenfalls ausverkauften Berliner Waldbьhne bis hin zum Kreml in Moskau. Das Jahreseinkommen einiger amerikanischer Tributebands wird auf 500.000 US-Dollar geschдtzt (Hwang 2000). Die deutsche Tributeszene kann von derlei Umsдtzen wohl nur trдumen -- sieht man von einigen professionell gemanagten ABBA- oder Queen-Shows einmal ab. Die meisten Bands arbeiten als Amateure oder bestenfalls im semiprofessionellen Bereich. Im Normalfall dьrfte der SpaЯ am Tun und die Begeisterung fьr die gedoubelten Interpreten im Vordergrund stehen. Einige zufдllig ausgewдhlte Beispiele fьr die Hдufigkeit der Auftritte, die den Homepages der jeweiligen Bands entnommen wurden (Zugriff: 11.10.2005), zeigen folgendes Bild: · Die Beatles Revival Band absolvierte 2005 insgesamt 19 Auftritte. · Die Stuttgarter Collins-Imitatoren Phil brachten es von Mitte Oktober bis Dezember 2005 auf sechs Verpflichtungen. · Interstellar Overdrive, eine Pink-Floyd-Show aus Wiesbaden, spielte von Juni bis Oktober 2005 insgesamt viermal live. Darunter waren zwei Open Airs und ein Hallen-Rock-Festival. · ABBA99 brachte es im Jahr 2005 immerhin auf 49 Auftritte. Zwar liegen die Gagen deutscher Tributebands meist deutlich ьber denen von Coverbands oder Formationen mit eigenen Stьcken und sind nicht selten im Bereich von 2.500 Euro oder darьber angesiedelt (Interview mit Kreis und Schьtz vom 29.12.2005). Oftmals sind die Kosten, die Tributeshows verursachen, aber auch hцher als bei anderen Bands. So benцtigen KISSIN' TIME allein zwischen 150 und 250 Euro pro Auftritt fьr die eingesetzte Pyrotechnik, bei grцЯeren Auftrittsorten entsprechend mehr: »Ein Teil der Gage wird 71
KARL MENZEL direkt auf der Bьhne in die Luft gesprengt« (ebd.). Hinzu kommen die Ausgaben fьr Maske, Kostьmierung und den immer wieder zu aktualisierenden Instrumentenbestand. Auch ist der Markt fьr das Produkt Tributeshow immer mehr umkдmpft. So berichten Kreis und Schьtz von professionellen Bands aus Osteuropa, die mit zum Teil aggressivem Marketing und Preisdumping lokale Bands um Auftrittsmцglichkeiten bringen. Ausblick DreiЯig Jahre nach den ersten Elvis- und Beatles-Imitatoren hat sich das Konzept Tributeband stilьbergreifend zu einem scheinbar risikofreien Unterhaltungssegment mit Erfolgsgarantie etabliert. In einem Interview bezeichnet der Popkulturforscher Robert J. Thompson Tributebands kritisch als »lebende Museen populдrer Musik« (zit. n. Kanaracus 2001). Folgt man den ДuЯerungen von Beteiligten, so lдsst sich mancher Tributeshow allerdings ein fast schon didaktischer Charakter unterstellen: Laut Leonard (Interview vom 7.11.2005) bringen Konzerte von Formationen wie ABBA GOLD und ABBA MANIA den Siebziger-Jahre-Sound und die »fьr die damalige Zeit schon hochintellektuelle Musik« der Schweden auch einem jьngeren Publikum nдher. Дhnlich дuЯert sich auch Rob Koritz von der GreatefulDead-Tributeband Dark Star: »Younger folks who never got to see the Dead get a taste of the music, the flavor of it« (zit. n. Tarnach 2002). Schattenseite des Erfolgskonzepts Tributeshow ist die Negation eigener kьnstlerische Originalitдt. Antriebsfeder kann es sein, die Songs der jeweiligen Lieblingsband »zu zelebrieren und gemeinsam mit anderen Fans eine Party zu feiern« -- wobei der Grad der angestrebten Authentizitдt mitunter von Publikum ernster genommen wird als von den Musikern selbst (Interview mit Kreis und Schьtz vom 29.12.2005). Fьr viele Musiker, insbesondere in Nordamerika und Australien, ist die Mitgliedschaft in einer Tributeband jedoch weit entfernt von solcher Partystimmung, ist sie doch oftmals »the only way to make a living playing music« (Kanaracus 2001). Nicht alle (Nachwuchs-)Musiker mцgen jedoch darauf verzichten, eigene Musikstьcke zu prдsentieren (Witzel 2000; Hemming 2002; Menzel 2005; Rosenbrock 2006), auch wenn mit der zunehmenden Nachfrage nach bloЯer Reproduktion von Bekanntem, bereits Vorgelebtem ein Rьckgang von Auftrittsmцglichkeiten fьr Bands mit eigenem Repertoire einhergeht. Auch goutieren nicht alle Fans von Original-Bands das Kopieren ihrer Favoriten. So fordert ein Zuhцrer einer sich den finnischen Gothic-Rockern HIM widmenden Tributeband diese in ihrem Gдstebuch (www.himself666.de; 72
TRIBUTEBANDS: IMITATION ALS ERFOLGSFAKTOR Zugriff: 30.12.2005) ultimativ auf: »Macht eigene Lieder mit euren eigenen Gefьhlen und Emotionen!« Literatur Boucher, Geoff (2001). »The Long and Winding Road: Tribute bands that have labored to keep alive the myths made by other musicians are now getting recognition of their own.« In: The Los Angeles Times, 10. November, S. F.1. Dambeck, Holger (2005). »Coverband Beatallica: Sony stoppt Metallica-Beatles.« In: Spiegel Online, 23. Februar, www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518, 343268,00.html (Zugriff: 5.10.2005). Geary, Krissi (2005). »Tribute Bands: Flattering Imitators or Flagrant Infringers.« In: Southern Illinois University Law Journal, Vol. 29 (Spring), S. 481-507. Groebbels, Udo (2004). »Gunz 'n' Rozes: Axl Rose spricht flieЯend hollдndisch.« In: Soundbase Online Musikmagazin, soundbase-online.com/ index.php3?br=0&rub= intarchiv&id=403 (Zugriff: 3.10.2004). Hemming, Jan (2002). Begabung und Selbstkonzept. Eine qualitative Studie unter semi-professionellen Musikern in Rock und Pop. Mьnster u.a.: LIT. Hwang, Suein L. (2000). »Loony Tunes? All the New Money Seems to Have a Thing For All the Old Music -- And in San Francisco, That's Giving Real Bands Cause To Sing the IPO Blues -- Why the Cheeseballs Rule.« In: The Wall Street Journal, 2. Mдrz, S. A1. Kanaracus, Chris (2000). »I wanna be a rock-n-roll clone: Cashing in on covers: The enduring popularity of tribute bands.« In: The Worcester Phoenix, 4.-11. Februar, www.worcesterphoenix.com/archive/features/00/02/04/TRIBUTE.html (Zugriff: 6.10.2005). Kanaracus, Chris (2001). Cover me: Tribute bands may be campy and derivative, but they transport nostalgic fans to a happier time.« In: PROVIDENCE PHOENIX, 26. Oktober, www.providencephoenix.com/archive/features/01/10/25/cover. html (Zugriff: 12.9.2004). Lehner, Christian (1999). »Nicht nur sein Pseudonym ist auЯergewцhnlich: der BRUZZLER.« In: Music Magazine, Nr. 45 (Dezember), www. bruzzler.com/xact. htm (Zugriff: 22.10.2004). Menzel, Karl (2005). PC-Musiker -- Der Einsatz computergestьtzter RecordingSysteme im Amateursektor. Osnabrьck: epOs. Morrow, Guy (2005). Selling Out or Buying In? (Unverцffentlichtes Manuskript). Pendzich, Marc (2005). »Bьhne frei fьr Blender. Revivalbands ahmen die legen- dдren Gruppen vergangener Tage nach. Selten erreichen sie deren Klasse.« In: Rheinischer Merkur, 24. Februar, S. 21. Rosenbrock, Anja (2006). Komposition in Pop- und Rockbands. Eine qualitative Studie zu kreativen Gruppenprozessen. Mьnster u.a.: LIT. Roth, Wolf-Dieter (2005). »Copyright im Sony-Stil: Website einer Parodie-Musikgruppe gesperrt.« In: heise online, 4. Mдrz, www.heise.de/tp/r4/artikel/19/ 19593/1.html (Zugriff: 3.10.2005). Ritchie, Jason (2003). »Rising stars: Van Hielen.« In: Get Ready To Rock. The Website vor Classic, Progressive & Metal Rock, www.getreadytorock.com/rising_ stars/van_hielan.htm (Zugriff: 13.10.2004). Rubinowsky, Leslie (1997). Impersonating Elvis. Boston: Faber and Faber. 73
KARL MENZEL Simons, David (2001). »SEND IN THE CLONES: Tribute bands -- gigging in the land of make believe.« In: Onstage, Oktober, onstagemag.com/ar/performance_send_ clones_tribute (Zugriff: 3.10.2005). Tarlach, Gemma (2002). »Highway to History: Tribute Bands Rock Out Salutes to the Likes of AC/DC, KISS.« In: Journal Sentinel, 29. August (ohne Seitenangabe). Wells, Ken (1993). »Maybe These Bands Will Start a Magazine Called Rolling Clone -- Exploiters of Rock's Fake Fad Look, Sound Like Big Stars But Charge Humbler Prices.« In: The Wall Street Journal, 5. Januar, S. A1. Witzel, Thomas G. (2000). »Der musikalische Arbeitsprozess von Amateurbands. Eine empirische Untersuchung im GieЯener Raum.« In: Populдre Musik im kulturwissenschaftlichen Diskurs. Hg. v. Helmut Rцsing und Thomas Phleps (= Beitrдge zur Popularmusikforschung, Bd. 25/26). Karben: CODA, S. 73-90. Wьrfl, Matthias (2004). »Pink Floyd haargenau nachspielen.« In: Hessische Allgemeine (Sonntagszeitung), 18. April, S. 16. Filme Dokumentarfilme: Economy, Jeff / Hacker, Darren (2000). ...An Incredible Simulation. Fox, Richard / Curry, Kris (2001). Tribute -- a Rockumentary. Spielfilm: Herek, Stephen (2001). Rock Star. Interviews Kreis, Matthias / Schьtz, Thorsten (KISS-Tributeband KISSIN' TIME, Kassel), Interview mit dem Autor am 29.12.2005. Leonard, Werner (Fidelio Entertainment Berlin, Initiator u.a. von ABBA Gold und ABBA MANIA), Interview mit dem Autor am 7.11.2005. Abstract Since the 1970s tribute band events have been a growing section of the entertainment market. Meanwhile nearly every successful rock or pop act has a variety of tribute bands trying to imitate the original artists' music and live performances. This article provides insight into the international tribute scene, into the practices of »tributing«, and informs about financial aspects of tribute shows. 74

K Menzel

File: tributebands-imitation-als-erfolgsfaktor.pdf
Author: K Menzel
Published: Fri Apr 23 11:00:08 2010
Pages: 14
File size: 0.12 Mb


Television & Film, 3 pages, 1 Mb

Earth science, 22 pages, 0.86 Mb

Aves de México, 2 pages, 0.36 Mb
Copyright © 2018 doc.uments.com